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Schildkröten Blog
Informationen über Schildkröten
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    Unzählige Publikationen listen Unterarten zu Testudo graeca auf und wie schwierig die Zuordnung dieser sei. Wie kann ich also meine Mauren zuordnen lassen? Und wie finde ich Zuchttiere mit entsprechender Unterart?
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  • Noch nie Winterschlaf gehalten … ?!
    Ich habe vor kurzem von einer Bekannten 2 Griechische Landschildkröten übernommen, da sie ausgewandert ist. Die eine ist 7 Jahre alt, die andere 4 Jahre. Im Moment leben sie in einem Freilandgehege im Garten. Nun zu meiner Frage: Beide haben noch nie Winterruhe gehalten, sondern haben immer in einem großen Terarium mit ausreichend Licht und [...]
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    Ich wohne seit ein paar Jahren auf Sardinien und habe eine Breitrandschildkröte. Leider habe ich keine Papiere für sie, da ich sie damals geschenkt bekam. Nun trenne ich mich gerade von meinem Partner und komme desshalb zurück nach Deutschland. Natürlich möchte ich meine Schildkröte gerne mitnehmen, da ich sehr an ihr hänge, nur wo bekomme [...]


Herpesviren

Eine tödlich verlaufende Seuche bei Schildkröten


Einleitung: In Europa wurde 1984 wurde zum ersten Mal von Herpesviren bei Schildkröten berichtet. Ende der 80 er Jahre gings dann bei uns richtig los: Tausende von Schildkröten starben sinnlos daran infolge Unwissen, Ignoranz, Fehlhaltung. Seither gibt es keine Ruhe, da immer wieder Herpesvirus tragende Schildkröten in den Verkauf gelangen und dadurch gesunde, Herpesfreie Bestände verseuchen.

Symptome:

Fälschlicherweise kursiert immer noch die Vorstellung, dass Herpesviren bei Schildkröten aufgrund von Belägen im Maul zu erkennen seien.

Richtig ist, dass folgendes zutrifft:

Es gibt Tiere, die gesund sind, obwohl sie das Virus in sich haben. Herpesviren können zu einem plötzlichen Tod führen, bevor sich überhaupt erkennbare Krankheitsanzeichen entwickeln können. Herpesviren können zu Belägen im Maul und auf der Zunge führen. Herpesviren können Bewegungsstörungen verursachen (zum Beispiel im Kreis herumlaufen, Rückwärtslaufen).Ein Herpesbefall kann zu einer Schlucklähmung und Kiefersperre führen, das heisst, den Tieren läuft Speichel aus dem Maul oder der Futterbissen bleibt im Maul stecken. Die Tiere bleiben in der prallen Sonne liegen, anstatt sich in den Schatten zurückzuziehen.

Diagnose:

Der zuverlässigste Weg führt über eine Blutuntersuchung. Virusträger weisen in den meisten Fällen Antikörper dagegen auf. Diese können nur in spezialisierten Labors festgestellt werden. Nur wenn die Zunge augenscheinlich verändert ist, kann das Virus mit einem Abstrich direkt nachgewiesen werden.

Das Wichtigste über Herpesviren bei Schildkröten:

Ein mit Herpesviren befallenes Tier bleibt lebenslänglich Träger von Herpesviren, auch wenn es gesund erscheint.Herpes kann man am zuverlässigsten mittels einer Blutuntersuchung diagnostiziert werden. Eigentlich sind alle Schildkröten, ob Land-, Wasser- oder Sumpfschildkröten anfällig oder empfänglich für Herpesviren.

· Stresssituationen, wie · Paarung

· Eiproduktion

· Kälte

· Verkauf

. Gehegewechsel usw.

können bei einem infizierten Tier einen Virusschub auslösen und dabei kann es andere Tiere anstecken. Die Ansteckung erfolgt über Schleim,Kot,Urin,Sperma. Er kann auch indirekt über Kleidung,Wasser, Fressgeschirre oder Putzzeug erfolgen. Die Schlüpflinge von infizierten Muttertieren sind virusfrei, wenn sie aus dem Ei schlüpfen.

Krankheitsverlauf:

Der Verlauf einer akuten Erkrankung aufgrund von Herpes hängt von verschiedenen Faktoren ab: Man kennt bis jetzt 5 verschiedene Herpesvirustypen bei Schildkröten. Diese verschiedenen Viren haben bei verschiedenen Schildkrötenarten unterschiedlich krankmachende Eigenschaften.

Mögliche Auswirkungen:

Todesfall, bevor eine erkennbare Erkrankung auftritt. Entzündung Maulhöhle mit eitrigen, käsigen Belägen, die zum Erstickungstod führen können. Befall des Zentralen Nervensystems: Bewusstlosigkeit, Drehbewegungen, Rückwärtslaufen. Kiefersperre, Schlucklähmung. Lungenentzündung, sonstiges abnormes Verhalten. Die Tiere bleiben zum Beispiel irgendwo im Gehege stehen und verkriechen sich nicht mehr.

Therapie:

Es gibt keine sinnvolle Therapie.

Prophylaxe:

Keine Neuzugänge in den Bestand verbringen ohne Herpestest, die Tiere in artgerechter Umgebung halten. Dazu gehören alle Anstrengungen, die eine möglichst ähnliche Situation (Wärme, Feuchtigkeit, Futter, Gruppenzusammensetzung) anstreben wie man sie in der Natur findet. Keine Ferientiere in den eigenen Bestand aufnehmen, auch wenn dies nur für kurze Zeit ist. Keine Findeltiere in den eigenen Bestand aufnehmen, bevor sie nicht getestet wurden. Trau keinem Verkäufer, Züchter, auch einem privaten nicht!

Blutentnahme:

Die Blutentnahme erfolgt durch einen spezialisierten Tierarzt beim gut aufgewärmten Tier. Bestandesuntersuchungen werden am sinnvollsten im Frühjahr durchgeführt (Mai, Juni), wenn die Tiere in einer aktiven Stoffwechsellage stehen, damit der Blutverlust problemlos wieder ausgeglichen werden kann. Es eignen sich Tiere ab etwa 300 Gramm Körpergewicht. Das Blut wird an ein entsprechendes Speziallabor in Deutschland gesendet.

http://www.eggenschwiler.swissworld.com

Aktualisiert (Samstag, den 14. August 2010 um 05:42 Uhr)

 
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